Auslosung markiert Beginn der WM und deren soziales Vermächtnis für Südafrika
Cape Town, 4. Decembre, 2009
Am gestrigen Freitagabend galt die ungeteilte Aufmerksamkeit der gesamten Fussballwelt Kapstadt, denn im International Convention Centre fand die Auslosung der Gruppen für das Fussball-Großereignis im kommenden Jahr statt: die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010.
Ungefähr 200 Millionen Menschen verfolgten „ein grosses Freudenfest zu Ehren Afrikas“, so beschrieb es Dr. Danny Jordaan, der Geschäftsführer des Lokalen Organisationskomitees für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010. Die farbenfrohe Zeremonie der Endrundenauslosung untermauerte: Mit der perfekt organisierten Veranstaltung stellte Südafrika unter Beweis, dass das Land hervorragend gerüstet ist, um im nächsten Jahr eine Show zu bieten, wie sie die Fussballwelt noch nicht gesehen hat.
Die erste Botschaft dieser Nacht war eine Videoaufzeichnung des früheren Presidenten Nelson Mandela. Der 91 jährige appellierte an die Nation, das Beste aus der grossen Chance der Weltmeisterschaft in Südafrika zu machen. „ Wir müssen unser Bestes als Gastgeber dieses Weltereignisses geben und gleichzeitig sicherstellen, dass die WM nachhaltige Verbesserungen für die Lebensbedingungen unserer Bürger und für unser Land mit sich bringt.
Dann kamen zwei weitere Presidenten auf die Bühne: FIFA-President Joseph Blatter und Südafrika´s President Jacob Zuma. Beide zeigten ihre Freude über die Endauslosung und die bald anstehende Fussball- Weltmeisterschaft auf südafrikanischem Boden. Präsident Blatter versicherte: „ diese Weltmeisterschaft wird nachhaltige Wirkungen für die soziale Entwicklung in Afrika hinterlasse.“
Teil der FIFA WM-Auslosung ist auch die Eröffnung des ersten Football for Hope Zentrums in Khayelitsha ausserhalb von Kapstadt. Die Eröffnung dieses Zentrums wird den Start der FIFA-Kampagne „20 Zentren für 2010“ einläuten. FIFA wird 20 Fussballzentren für die Jugend in Afrika errichten. „Diese Zentren nutzen die Fussballleidenschaft der jungen Menschen, um vor Ort Positives zu bewirken und den Jugendlichen Hoffnung und neue Chancen zu bieten.
Inaara Aga Khan, die neu ernannte Botschafterin der Football-for-Hope-Bewegung, fasste die Ziele des neuen Zentrums wie folgt zusammen: “Die Endauslosung hat gezeigt, welche Leidenschaft der Fussball auslösen kann. Dennoch spielen sich in diesem Land tagtäglich viele menschliche Tragödien ab. Immer wieder sterben Kinder an den Folgen von AIDS. Sie sind unsere Kinder, unsere Zukunft, und sie verdienen ein besseres Schicksal. Sie benötigen bessere hygienische und medizinische Versorgung, ein Leben ohne Hunger und Gewalt und Zugang zu Bildung. Das ist genau die Rolle, die dieses Football-for-Hope-Zentrum in Khayelitsha erfüllt. Und deshalb macht es mich auch stolz, Botschafterin dieser Bewegung zu sein. Dies hier ist nur der Beginn, denn es werden noch 19 weitere Zentren folgen.”



























