Kampf gegen Lungenentzündung in Myanmar - über 155.000 kranke Kinder behandelt
Myanmar, 4. Mai 2011
Die Princess Inaara Foundation und „Ein Herz für Kinder” retten das Leben tausender Kinder in Myanmar. Über 155.000 Kinder wurden in 2010 medizinisch gegen den schlimmsten Feind von Kindern unter fünf Jahren behandelt: die Lungenentzündung.
Mehr als 2 Millionen Kinder unter fünf Jahren sterben jährlich weltweit an Lungenentzündung. Nur Wenige wissen, daß die Lungenentzündung mehr Kinder tötet als alle anderen gefährlichen Krankheiten – mehr als Aids, Malaria und Masern zusammen genommen. Dennoch findet diese Tatsache international wenig Beachtung und entsprechend gering fällt die finanzielle Hilfe weltweit aus.
Die 55 Millionen Einwohner Myanmars leben unter einer Militärherrschaft. Trotz der Schönheit des Landes und seinen immensen Bodenschätzen ist Myanmar eines der ärmsten Länder Asiens mit den welteit geringsten öffentlichen Mittel für das Gesundheitswesen. In Myanmar sterben hunderte von Kindern unter fünf Jahren täglich an akuten Atemwegsinfektionen. In 2011 ist die Lungenentzündung immer noch die häufigste Todesursache von Kindern unter fünf Jahren.
Partner der Princess Inaara Foundation in Myanmar ist die renomierte amerikanische Hilfsorganisation PSI (Population Services International). PSI baute in den vergangenen Jahren erfolgreich ein Gesundheits- und Sozialprogramm in Myanmar auf. PSI und Princess Inaara haben sich zum Ziel gesetzt, mit Hilfe eines geschulten Teams vor Ort dafür sorgen, dass kranke Kinder richtig diagnostiziert und medizinisch korrekt versorgt werden. Parallel dazu werden Eltern über die Gefahren der Krankheit aufgeklärt.
Durch den Einsatz und die finanzielle Unterstützung der Princess Inaara Foundation und der BILD- Hilfsorganisation “Ein Herz für Kinder” wurde PSI Myanmar seit April 2010 in die Lage versetzt, mit dem privaten Ärztenetwork „ Sun Quality Health“ über 155.000 an Lungenentzündung erkrankte Kindern unter 5 Jahren medizinisch zu behandeln, sowohl in Städten als auch in den entlegensten Gebieten des Landes. Daneben wurden ca. 20.000 Eltern bzw Kinderbetreuer in Aufklärungsgesprächen auf die Gefährlichkeit der Lungenentzündung hingewiesen sowie über die Dienstleistungen des privaten Ärztenetzwerkes und die Durchführung der richtigen Behandlung im Ernstfall unterrichtet.
Das Projekt geht Ende April 2011 in sein zweites Jahr. Ziel ist es, die in weiten Teilen sehr arme und wenig gebildete Bevölkerung Myanmars über die Krankheit aufzuklären, sie zu befähigen, auf erste Anzeichen einer möglichen Erkrankung ihrer Kinder aufmerksam zu werden, sie dazu zu bringen, ihre Kinder in solchen Fällen von medizinisch gut geschultem Personal untersuchen und behandeln zu lassen und auch selbst die Anweisungen der Ärzte und Pfleger korrekt zu befolgen, um die Genesung ihrer Kinder zu gewährleisten.
Im zweiten Jahr des Programmes sollen weitere 207.000 kranke Kindern unter 5 Jahren medizinisch betreut werden. Für ca 60.000 Eltern bzw. Kinderbetreuer soll es Unterricht über vorbeugende Maßnahmen in rund 15.000 Aufklärungsgesprächen in Städten und Dörfern geben. Dazu gehört auch die Schulung über richtige Verhaltensweisen zur Vorbeugung, u.a. Hygiene, gesunde Ernährung sowie im besten Fall Impfung, um den Ausbruch der Lungenentzündung nach Möglichkeit zu verhinden. Außerdem sollen breit angelegte Medien- Kampagnien und großflächige Verteilung von leicht zugänglichem Informationsmaterial bewirken, das Bewußtsein der Bevölkerung über die Gefährlichkeit und Tödlichkeit der Lungenentzündung zu schärfen.
Das Projekt dient somit der Umsetzung eines der wichtigen Millenium Entwicklungsziele: die Senkung der Kindersterblichkeit. Um dieses Ziel in Myanmar zu erreichen bedarf es der Hilfe im Kampf gegen den weltweit gefährlichsten Feind von Kleinkindern: Hilfe im Kampf gegen die Lungenentzündung.





























