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Mission in Myanmar

Die Begum bereist das frühere Birma, November 2012

Diese Reise führt in eines der ärmsten und am wenigsten entwickelten Länder der Erde: Myanmar – das frühere Burma. Seit zweieinhalb Jahren arbeitet die Princess Inaara Foundation (PIF) in Kooperation mit ihrem Partner vor Ort, der anerkannten US-amerikanischen NGO People Services International, kurz: PSI einem ehrgeizigen Ziel entgegen: Das größte Gesundheitsrisiko für Kinder unter fünf Jahren in diesem Land zu bekämpfen. Die Rede ist von der Lungenentzündung.

Problem der Lungenentzündung weltweit:

Nur wenige wissen, dass die Lungenentzündung oder Pneumonie ein gewaltiges weltweites Gesundheitsrisiko darstellt. Alle 20 Sekunden stirbt ein Kind an Lungenentzündung. In Entwicklungsländern ist Pneumonie die Haupttodesursache bei Kindern unter fünf Jahren. An Pneumonie sterben jedes Jahr mehr Kinder als an AIDS, Malaria und Masern zusammen. Das Millenniumentwicklungsziel 4 (MEZ4), die Kindersterblichkeit bis 2015 um zwei Drittel zu senken, kann nur durch stärkere Bemühungen zur Reduzierung der Todesfälle durch Pneumonie erreicht werden (laut einem WHO/UNICEF-Bericht von 2009).

Problematik in Myanmar:

In Myanmar ist Pneumonie die Haupttodesursache bei Kindern unter fünf Jahren. Die Kindersterblichkeit ist in den ländlichen, sehr armen Gebieten besonders hoch. Hier sterben die meisten Kinder an akuten Atemwegsinfektionen, Diarrhö und Malaria, wobei für 60 Prozent dieser Todesfälle Mangelernährung mit ursächlich ist.

In ländlichen, abgelegenen Gebieten haben die Menschen nur begrenzt Zugang zu qualitativ ausreichender und finanzierbarer Gesundheitsversorgung, wie sie nötig wäre, um Pneumonie und andere Hauptursachen für die Kindersterblichkeit effektiv zu diagnostizieren und zu behandeln. Aufgrund unzureichender Finanzmittel und Ressourcen kann keine angemessene medizinische Versorgung auf kommunaler Ebene gewährleistet werden.

Derzeit reicht die staatliche Finanzierung insbesondere für die Gesundheitsversorgung von Schwangeren, Neugeborenen und Kindern nicht aus. Stärkere Gesundheitsinvestitionen in diesen Bereichen könnten das allgemeine Gesundheitssystem in Myanmar deutlich verbessern und die Auswirkungen vermeidbarer Todesursachen bei Frauen und Kindern mindern.

Seit ihrem Aufenthalt in England und durch viele persönliche Kontakte mit Menschen burmesischer Herkunft begann die Begum sich vor Jahren für Myanmar zu interessieren. Als vor einigen Jahren der Zyklon Nargis das Land verwüstete, verschlechterte sich die Gesundheitssituation der Menschen mehr denn je.

Daraufhin beschloss die Prinzessin, allen Widerständen zum Trotz, ein wichtiges Gesundheitsprojekt in diesem schwer zugänglichen Land aufzubauen. Von Anbeginn lag ihr die Bekämpfung der Lungenentzündung am Herzen, deren Problematik ihr bekannt war, nachdem sie selbst als junger Mensch an einer schweren Lungenentzündung lange Zeit gelitten hatte.

Die Umsetzung

Auf der Suche nach einem geeigneten, zuverlässigen Partner vor Ort wurde Begum Inaara auf dem Weltwirtschafts- Forum in Davos im Jahre 2009 fündig: People Services International oder kurz: PSI ist einer bedeutende US-amerikanische Hilfsorganisation, die seit über 40 Jahren in mehr als sechzig Ländern weltweit operiert. In Myanmar arbeitet PSI seit 11 Jahren und baute in dieser Zeit in Zusammenarbeit mit der örtlichen Regierung in sämtlichen Townships des Landes ein effizientes Netzwerk aus Fachärzten, zugelassenen Allgemeinmedizinern und medizinischem Personal auf, das auch bis in die ländlichen Gemeinden reicht, in denen Gesundheitsfürsorge am dringendsten benötigt wird. Ein weiterer wichtiger Schritt war die Finanzierung dieses großangelegten Projektes. In der bekannten deutschen Hilfsorganisation Ein Herz für Kinder, die 1978 von Axel Springer ins Leben gerufen wurde, fand die Begum bald einen zweiten, zuverlässigen Partner, der das Projekt seit Anbeginn finanziell unterstützt.

Im April 2010 starteten PIF und PSI ihr gemeinsames Projekt, welches dafür sorgt, dass in ganz Myanmar unter Bezuschussung qualitativ hochwertige ärztliche Behandlungen und Versorgung mit den richtigen Medikamenten erbracht werden.

Ziel dieses Programms ist, sicherzustellen, dass jeder Fall von Lungenentzündung korrekt in einem frühzeitigen Stadium diagnostiziert wird und dass die kleinen Patienten mit geeigneten Antibiotika in der richtigen Dosierung versorgt werden.

Mission in Myanmar

Dank spezieller Schulungen erkennen die Allgemeinmediziner die Symptome einer Lungenentzündung genau und können die Diagnose auch ohne Röntgenaufnahmen der Lunge stellen. Bei positivem Befund verabreichen sie ein Antibiotikum oder überweisen bzw. transportieren den Patienten im Bedarfsfall zur weiteren Behandlung an einen Facharzt. Das Projekt verbessert grundlegend den allgemeinen Zugang zur Gesundheitsversorgung insbesondere für die Menschen, denen medizinische Versorgung in dieser Qualität ansonsten aus Kostengründen oder wegen mangelnder Erreichbarkeit nicht zur Verfügung stünde.

Ein wichtiger Aspekt ist die Sensibilisierung der Menschen für das Problem. Darum ist eine umfassende Kommunikationsstrategie Teil des Projektes. Es soll Eltern dabei helfen, die Symptome einer Pneumonie besser zu erkennen, rechtzeitig medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen und sich über den gesamten Zeitraum der Krankheit ihres Kindes an die verschriebene Medikation zu halten.

Mission in Myanmar

Ärzte- und Krankenpfleger des Netzwerkes besuchen die entlegensten Dorfgemeinschaften und klären die Bevölkerung über Maßnahmen zum Schutz vor Pneumonie und das richtige Verhalten im Krankheitsfall auf und helfen so, weitere Lungenentzündungen zu verhindern.

Mission in Myanmar

Bisherige Erfolge und Ausblick

Rund 270.000 an Lungenentzündung erkrankte Kinder unter fünf Jahren konnten seit 2010 im Rahmen dieses Programms mit Unterstützung von Ein Herz für Kinder behandelt werden.

Mehr als 1.000 Ärzte wurden in der Pneumonieprophylaxe und -behandlung geschult.

Ca. 140.000 Erwachsene wurden in über 14.500 Veranstaltungen in abgelegenen Gebieten über die Risiken der Pneumonie aufgeklärt.

160.000 Fälle von Diarrhö - die zweithäufigste Todesursache bei unter 5-Jährigen in Myanmar - wurden seit 2012 behandelt.

ABER:

Jedes Jahr sterben immer noch ungefähr 60´000 Kinder in Myanmar bevor sie ihr fünftes Lebensjahr erreichen. Haupttodesursache ist die Lungenentzündung.

Darum appelliert Begum Inaara:

„Bitte helfen Sie den Kindern von Myanmar! Kein Kind muss heute noch an Lungenentzündung oder an Durchfall sterben – es gibt hochwirksame Medikamente und Impfungen. Jede Spende an die Princess Inaara Foundation kommt direkt und ohne Abzüge für Gesundheitsprojekte in Myanmar an“.

Und sie fügt hinzu:

„Als wir vor zweieinhalb Jahren starteten, interessierte sich die internationale Gemeinschaft noch kaum für dieses Land – dementsprechend gab es wenig Hilfe und kaum Spenden. Das Leid der Menschen war unermesslich groß. Mit großer Freude verfolge ich die Entwicklungen des letzten Jahres; seither erleben wir, wie Myanmar sich langsam aus seiner selbstgewählten Isolation zu befreien beginnt und einen Demokratiekurs ansteuert. Dies ist ein wesentlicher Verdienst der Friedens-Nobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi, die ich auf meiner Reise persönlich kennen lernen durfte. Sie hat mich zutiefst beeindruckt – eine starke Persönlichkeit, klug und mit großer Warmherzigkeit und Anmut verkörpert sie das neue Myanmar. Vor kurzem besuchte Präsident Obama dieses Land – ein deutliches Zeichen, dass die internationale Gemeinschaft sich nun Myanmar zuwenden wird und dass Hilfe mehr denn je auf fruchtbaren Boden fallen wird.“


Bild:Zwei starke Frauen helfen den Kindern von BirmaBild:Zwei starke Frauen helfen den Kindern von Birma